Erbkrankheiten

Aufgrund der starken genetischen Ähnlichkeit treten bei Abessiniern und Somalis auch die gleichen Erbkrankheiten auf.

Grundsätzlich sind beide erstmal ziemlich gesunde Rassen. Es ist bekannt, dass sie eine Tendenz zu drei Erbkrankheiten haben: Pyruvatkinasedefizienz (PKDef), Progressive Retina Atrophie (PRA) und Patella Luxation (PL).

PKDef ist eine Art Anämie. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass die Katze nur erkrankt, wenn sie von beiden Elterntieren die Anlage dafür erbt. Die Hauptsymptome sind Müdigkeit, schwäche, blasse Schleimhäute und eine vergrößerte Milz. Viele Katzen, die daran leiden, können trotzdem ein langes Leben führen. PKDef wird monogen vererbt, d.h. ein einziges Gen ist für die Erkrankung verantwortlich. Dieses Gen ist bekannt und kann getestet werden.

PRA ist eine fortschreitende Netzhauterkrankung, die zur vollständigen Erblindung führt, da sich die Sehzellen der Netzhaut langsam zerstören. Es gibt verschiedene Formen, die sich im Alter des Auftretens und im ursächlichen Gen unterscheiden. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv, das bedeutet, dass die Katze nur erkrankt, wenn sie von beiden Elterntieren die Anlage dafür erbt. Die ursächlichen Gene sind bekannt und können getestet werden.

Bei einer Patella Luxation rutscht die Kniescheibe aus der Kniegelenkrinne heraus, das Kniegelenk ist „ausgekugelt“. Symptome sind zeitweise Lahmheit, hüpfender Gang und Schwellung des betroffenen Gelenks. Diese Verletzung kann sehr schmerzhaft sein. Die Anlage für diese Erkrankung ist in vielen Fällen vererbt. Die Verletzung wird mit Physiotherapie oder in schweren Fällen mit einer Operation behandelt. Der Tierarzt kann die Erkrankung durch Beurteilung des Gangbilds und Abtasten und in akuten Fällen durch Röntgenaufnahmen diagnostizieren. Die dafür verantwortlichen Gene sind leider nicht bekannt und können deshalb nicht getestet werden. 

Von diesen Krankheiten betroffene Katzen und ihre Nachkommen werden jedoch in der Regel aus der Zucht ausgeschlossen.